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	<title>Kommentare zu: Mein Weg zur Uni war lang&#8230;</title>
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	<description>Abitur und Studieren auf dem Zweiten Bildungsweg</description>
	<lastBuildDate>Fri, 04 Nov 2011 21:49:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Anja</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2009/08/25/mein-weg-zu-uni-war-lang/comment-page-1/#comment-105</link>
		<dc:creator>Anja</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 19:18:10 +0000</pubDate>
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		<description>Unabhängig vom Selbstvertrauen: Gehört zum Lernen nicht auch die Einsicht dazu? 

Ich frage mich, was wäre aus mir geworden, wenn ich damals nicht krank geworden wäre? Hätte ich mich dann auch so ins Zeug gelegt? Oder hätte ich es &quot;dahinplätschern&quot; lassen wie in der Hauptschule? Ich hätte warscheinlich nie gemerkt, zu welchen Leistungen ich fähig sein kann, weil ich wohl nie auf die Idee gekommen wäre, es zu versuchen.

Sabine schreibt, dass sie &quot;leider&quot; niemand gezwungen hat, auf dem Gymnasium zu bleiben. Vielleicht war es genau das, was nötig war, um zu der Einsicht zu gelangen, das Abitur nachzuholen, um zu studieren. Wenn man Menschen zwingt, etwas zu tun, ruft das in aller Regel nur Ablehnung hervor. 

Ohne diese Erfahrungen, die wir gemacht haben und die Einsichten, die wir gewonnen haben, wären wir nicht da, wo wir heute sind. Davon bin ich fest überzeugt. Ein &quot;förderliches&quot; familiäres Umfeld muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Bildungswege günstiger verlaufen. Gegenbeispiele kenne ich genügend :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Unabhängig vom Selbstvertrauen: Gehört zum Lernen nicht auch die Einsicht dazu? </p>
<p>Ich frage mich, was wäre aus mir geworden, wenn ich damals nicht krank geworden wäre? Hätte ich mich dann auch so ins Zeug gelegt? Oder hätte ich es &#8220;dahinplätschern&#8221; lassen wie in der Hauptschule? Ich hätte warscheinlich nie gemerkt, zu welchen Leistungen ich fähig sein kann, weil ich wohl nie auf die Idee gekommen wäre, es zu versuchen.</p>
<p>Sabine schreibt, dass sie &#8220;leider&#8221; niemand gezwungen hat, auf dem Gymnasium zu bleiben. Vielleicht war es genau das, was nötig war, um zu der Einsicht zu gelangen, das Abitur nachzuholen, um zu studieren. Wenn man Menschen zwingt, etwas zu tun, ruft das in aller Regel nur Ablehnung hervor. </p>
<p>Ohne diese Erfahrungen, die wir gemacht haben und die Einsichten, die wir gewonnen haben, wären wir nicht da, wo wir heute sind. Davon bin ich fest überzeugt. Ein &#8220;förderliches&#8221; familiäres Umfeld muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Bildungswege günstiger verlaufen. Gegenbeispiele kenne ich genügend <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: S O</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2009/08/25/mein-weg-zu-uni-war-lang/comment-page-1/#comment-79</link>
		<dc:creator>S O</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 09:44:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sieseco.de/?p=622#comment-79</guid>
		<description>autsch... von oben nach unten.... und eben nicht von unten nach oben - das passiert wenn man/frau dabei das Telefon annimmt und den Beitrag abschickt.

*rot werd*

Aber ich denke - wichtig ist es die Fehler zu finden, nicht keine zu machen.

;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>autsch&#8230; von oben nach unten&#8230;. und eben nicht von unten nach oben &#8211; das passiert wenn man/frau dabei das Telefon annimmt und den Beitrag abschickt.</p>
<p>*rot werd*</p>
<p>Aber ich denke &#8211; wichtig ist es die Fehler zu finden, nicht keine zu machen.</p>
<p> <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: S O</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2009/08/25/mein-weg-zu-uni-war-lang/comment-page-1/#comment-77</link>
		<dc:creator>S O</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 09:37:40 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,

viel neues kann ich nicht beitragen. Als mittelmässige Schülerin meinten meine Lehrerinnen zwar das Gymnasium wäre schon möglich, aber Realschule galt als &quot;sichere Wahl&quot; und danach &quot;kann man ja weitermachen&quot;..... Ich habe es dann versucht. Aber wie wir lernen durften/dürfen - die Durchlässigkeit des Schulsystems ist zu 4/5 von unten nach oben, ich bin nach Klasse 11 wieder abgegangen. WEIL eben keiner bei uns Abitur hatte und WEIL niemand verstand und Rückhalt geboten hätte.

Liebe Grüße

Sabine</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>viel neues kann ich nicht beitragen. Als mittelmässige Schülerin meinten meine Lehrerinnen zwar das Gymnasium wäre schon möglich, aber Realschule galt als &#8220;sichere Wahl&#8221; und danach &#8220;kann man ja weitermachen&#8221;&#8230;.. Ich habe es dann versucht. Aber wie wir lernen durften/dürfen &#8211; die Durchlässigkeit des Schulsystems ist zu 4/5 von unten nach oben, ich bin nach Klasse 11 wieder abgegangen. WEIL eben keiner bei uns Abitur hatte und WEIL niemand verstand und Rückhalt geboten hätte.</p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>Sabine</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: buntfisch</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2009/08/25/mein-weg-zu-uni-war-lang/comment-page-1/#comment-76</link>
		<dc:creator>buntfisch</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 09:20:04 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Anja,

vieles kommt mir sehr bekannt vor .......ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Spass beim lernen !

Andrea</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Anja,</p>
<p>vieles kommt mir sehr bekannt vor &#8230;&#8230;.ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Spass beim lernen !</p>
<p>Andrea</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Mein Weg zu Uni war lang</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2009/08/25/mein-weg-zu-uni-war-lang/comment-page-1/#comment-75</link>
		<dc:creator>Mein Weg zu Uni war lang</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 08:46:10 +0000</pubDate>
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		<description>[...]  [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sabine</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2009/08/25/mein-weg-zu-uni-war-lang/comment-page-1/#comment-74</link>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 08:05:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sieseco.de/?p=622#comment-74</guid>
		<description>Liebe Anja,

&lt;ul&gt;
vielen Dank für Deine Erfolgsgeschichte! Und Respekt dafür, wie Du Dich alleine aus eigener Motivation gegen Widerstände durchgesetzt hast und weiterhin für Dein Recht auf Bildung kämpfst!

Vieles erinnert mich sehr an meine eigene Geschichte, die ich hier ja auch bereits begonnen habe zu erzählen. Zwar wurde ich nicht auf die Hauptschule gedrängt, sondern nur auf die Realschule und als ich später das Gymnasium schmiss war das eigene Blödheit und Trotz - aber richtig traurig drum war in meiner Familie auch niemand und gezwungen zu bleiben hat mich (leider) auch keiner.

Mir ging es dann auch nach der Ausbildung genau wie Dir - ich hätte mir &quot;eigentlich&quot; das Abitur nie zugetraut. Wenn mich nicht ein guter Freund, dessen &lt;a href=&quot;http://www.traininghaage.de/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Link &lt;/a&gt;ich hier bei Persönlichkeitsentwicklung empfehle, motiviert und unterstützt hätte, erstmal Selbstvertrauen zu bekommen, dann wäre mein Leben ganz anders verlaufen. 

Das ist einer der Hauptpunkte, die mich zur Gründung dieser Community veranlasst haben. Ich habe mein Abitur nachgeholt um zu studieren, Dir war es über ein Akademiestudium möglich.
Aber wie viele Menschen gibt es, die auch für ein Akademiestudium nicht die nötige Voraussetzung haben, weil sie nie eine Berufsausbildung abgeschlossen und (vor allem Frauen die früh Kinder bekamen) vielleicht nie gearbeitet haben?

Und wie viele unter diesen Menschen werden es aus eigener Kraft schaffen sich 1. für intelligent und fähig genug zu halten, 2. sich gegen Widerstände im Umfeld durchzusetzen, 3. die Motivation und das Selbstvertrauen finden und dann schließlich 4. noch finanziell die Möglichkeit zu haben, das Abitur nachzuholen um zu studieren?

Ich wage zu behaupten, die allerwenigsten. Und genau für diese Menschen möchte ich eine Öffentlichkeit schaffen. Und eine Plattform, wo sie Motivation finden und Unterstützung und Information. 

Denn ab einem Gewissen Zeitpunkt im Leben ist Bildungsferne &quot;selbstverschuldet&quot; - und zwar im Sinne Kants, frei übersetzt: &quot;Selbstverschuldet dann, wenn es nicht am Mangel des Verstandes liegt, sondern am Mut und der Entschlossenheit sich dessen zu bedienen&quot;.

Volkmar schreibt: &quot;Lernen ist auch Persönlichkeitsentwicklung&quot; - das stimmt. Ich gehe aber noch weiter und sage, das ist ein Kreislauf: Um zu lernen, braucht man Selbstvertrauen und das muss erst entwickelt werden - mit Lernen wird es sich dann stetig weiterentwickeln und auch die Persönlichkeit immer gefestigter (womit ich nicht unflexibel meine) werden.

Und im Gegensatz zu Kant lasse ich die Einschränkung &quot;ohne Hilfe eines Dritten&quot; weg - denn zunächst muss geholfen werden. Das Selbstvertrauen muss geschaffen werden, die gesellschaftliche Akzeptanz und die finanziellen Fördermöglichkeiten.

Dazu beizutragen und wirklich etwas zu bewegen ist das Ziel dieser Community - und meines.

In diesem Sinne einen schönen Tag!

Sabine&lt;/ul&gt;

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Anja,</p>
<ul>
vielen Dank für Deine Erfolgsgeschichte! Und Respekt dafür, wie Du Dich alleine aus eigener Motivation gegen Widerstände durchgesetzt hast und weiterhin für Dein Recht auf Bildung kämpfst!</p>
<p>Vieles erinnert mich sehr an meine eigene Geschichte, die ich hier ja auch bereits begonnen habe zu erzählen. Zwar wurde ich nicht auf die Hauptschule gedrängt, sondern nur auf die Realschule und als ich später das Gymnasium schmiss war das eigene Blödheit und Trotz &#8211; aber richtig traurig drum war in meiner Familie auch niemand und gezwungen zu bleiben hat mich (leider) auch keiner.</p>
<p>Mir ging es dann auch nach der Ausbildung genau wie Dir &#8211; ich hätte mir &#8220;eigentlich&#8221; das Abitur nie zugetraut. Wenn mich nicht ein guter Freund, dessen <a href="http://www.traininghaage.de/" rel="nofollow">Link </a>ich hier bei Persönlichkeitsentwicklung empfehle, motiviert und unterstützt hätte, erstmal Selbstvertrauen zu bekommen, dann wäre mein Leben ganz anders verlaufen. </p>
<p>Das ist einer der Hauptpunkte, die mich zur Gründung dieser Community veranlasst haben. Ich habe mein Abitur nachgeholt um zu studieren, Dir war es über ein Akademiestudium möglich.<br />
Aber wie viele Menschen gibt es, die auch für ein Akademiestudium nicht die nötige Voraussetzung haben, weil sie nie eine Berufsausbildung abgeschlossen und (vor allem Frauen die früh Kinder bekamen) vielleicht nie gearbeitet haben?</p>
<p>Und wie viele unter diesen Menschen werden es aus eigener Kraft schaffen sich 1. für intelligent und fähig genug zu halten, 2. sich gegen Widerstände im Umfeld durchzusetzen, 3. die Motivation und das Selbstvertrauen finden und dann schließlich 4. noch finanziell die Möglichkeit zu haben, das Abitur nachzuholen um zu studieren?</p>
<p>Ich wage zu behaupten, die allerwenigsten. Und genau für diese Menschen möchte ich eine Öffentlichkeit schaffen. Und eine Plattform, wo sie Motivation finden und Unterstützung und Information. </p>
<p>Denn ab einem Gewissen Zeitpunkt im Leben ist Bildungsferne &#8220;selbstverschuldet&#8221; &#8211; und zwar im Sinne Kants, frei übersetzt: &#8220;Selbstverschuldet dann, wenn es nicht am Mangel des Verstandes liegt, sondern am Mut und der Entschlossenheit sich dessen zu bedienen&#8221;.</p>
<p>Volkmar schreibt: &#8220;Lernen ist auch Persönlichkeitsentwicklung&#8221; &#8211; das stimmt. Ich gehe aber noch weiter und sage, das ist ein Kreislauf: Um zu lernen, braucht man Selbstvertrauen und das muss erst entwickelt werden &#8211; mit Lernen wird es sich dann stetig weiterentwickeln und auch die Persönlichkeit immer gefestigter (womit ich nicht unflexibel meine) werden.</p>
<p>Und im Gegensatz zu Kant lasse ich die Einschränkung &#8220;ohne Hilfe eines Dritten&#8221; weg &#8211; denn zunächst muss geholfen werden. Das Selbstvertrauen muss geschaffen werden, die gesellschaftliche Akzeptanz und die finanziellen Fördermöglichkeiten.</p>
<p>Dazu beizutragen und wirklich etwas zu bewegen ist das Ziel dieser Community &#8211; und meines.</p>
<p>In diesem Sinne einen schönen Tag!</p>
<p>Sabine</ul>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Volkmar</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2009/08/25/mein-weg-zu-uni-war-lang/comment-page-1/#comment-73</link>
		<dc:creator>Volkmar</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 04:19:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sieseco.de/?p=622#comment-73</guid>
		<description>Hallo Anja,
das ist eine beeindruckende Geschichte. Wenn ich mein eigenes Elternhaus auch nicht als &quot;bildungsfern&quot; einordnen wollte, so gab es bei uns auch keine Akademiker und es wurden doch meine Interessen und Talente nie so besonders anerkannt, gewschweige denn gefördert. Ich musste eine ähnliche Metamorphose durchmachen wie Du. Jetzt denke ich mit Schmunzeln zurück, wie ich im 6. Schuljahr begann, mir Sachverhalte aus dem Lexikon herauszulesen (=Wie funktioniert ein Automotor oder Kernkraftwerk, was für Parteien gibt es, was vertreten die, sogar: was für Wahlsysteme gibt es, mit eigenen Rechenstudien, wie sich das auf die Abgeordnetenzahl auswirkt), und wenn mein Vater fragte, was ich denn da suche, antwortete ich ausweichend, weil ich davon ausging, dass das, was ich mache, sowieso niemanden interessiert.

Daher glaube ich: es steckt manches in einem drin, was man erst entwickeln muss. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass man immer zu lernen anfangen kann, dass dies eine totale Bereicherung des Lebens ist, und das es nie zu spät ist. Mit der richtigen Lernmethode und mit Interesse und Motivation kann man immer erstaunlich viel erreichen. Lernen ist auch Persönlichkeitsentwicklung und eröffnet völlig neue Wege.
Darum ist es gut, solche Geschichten zu erzählen. Und denen, die den Sinn von späterem Lernen nicht begriffen haben, stehen auch eine Menge Leute gegenüber, die wissen, was das bedeutet und die großen Respekt davor haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Anja,<br />
das ist eine beeindruckende Geschichte. Wenn ich mein eigenes Elternhaus auch nicht als &#8220;bildungsfern&#8221; einordnen wollte, so gab es bei uns auch keine Akademiker und es wurden doch meine Interessen und Talente nie so besonders anerkannt, gewschweige denn gefördert. Ich musste eine ähnliche Metamorphose durchmachen wie Du. Jetzt denke ich mit Schmunzeln zurück, wie ich im 6. Schuljahr begann, mir Sachverhalte aus dem Lexikon herauszulesen (=Wie funktioniert ein Automotor oder Kernkraftwerk, was für Parteien gibt es, was vertreten die, sogar: was für Wahlsysteme gibt es, mit eigenen Rechenstudien, wie sich das auf die Abgeordnetenzahl auswirkt), und wenn mein Vater fragte, was ich denn da suche, antwortete ich ausweichend, weil ich davon ausging, dass das, was ich mache, sowieso niemanden interessiert.</p>
<p>Daher glaube ich: es steckt manches in einem drin, was man erst entwickeln muss. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass man immer zu lernen anfangen kann, dass dies eine totale Bereicherung des Lebens ist, und das es nie zu spät ist. Mit der richtigen Lernmethode und mit Interesse und Motivation kann man immer erstaunlich viel erreichen. Lernen ist auch Persönlichkeitsentwicklung und eröffnet völlig neue Wege.<br />
Darum ist es gut, solche Geschichten zu erzählen. Und denen, die den Sinn von späterem Lernen nicht begriffen haben, stehen auch eine Menge Leute gegenüber, die wissen, was das bedeutet und die großen Respekt davor haben.</p>
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