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	<title>Kommentare zu: Gerecht ist nicht gleich &#8211; haarsträubender Artikel in der FAZ.Net</title>
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	<description>Abitur und Studieren auf dem Zweiten Bildungsweg</description>
	<lastBuildDate>Fri, 04 Nov 2011 21:49:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Sabine</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-416</link>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 22:26:32 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Micha,

:-) - Pessimismus sei dir unbenommen :-), mir der Optimusmus aber auch :-, denn „Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung.“ (Marcel Pagnol)

Natürlich ist das soziale Umfeld nicht alles und natürlich spielt auch genetische Veranlagung eine Rolle. Und wie hoch jetzt welcher Anteil ist, ist nicht eindeutig erforscht. Dennoch gehen neuere Erkenntnisse, grade auch aus der Epigenetik, immer mehr in die Richtung, dass die Gene eine viel kleinere Rolle spielen, als lange angenommen. Auch hierzu gibt es viele Erkenntnisse aus der Zwillingsforschung :-)

Dass es Chancengleichheit nicht geben könne - da wiederspreche ich! Ob es sie geben wird? Das wird davon abhängen, wie stark sich in Bezug auf unser Bildungssystem eine kleine Gruppe weiterhin gegenüber einer viel größeren durchsetzen wird - und das hängt wieder von Bildung ab - da beißt sich die Katze in den Schwanz. Aber ich trotzdem überzeugt, dass sich da einiges ändern wird - es braucht Zeit, es braucht viel Engagement und Arbeit - aber es ist möglich.

Und individuelle Unterschiede sprechen meiner Überzeugung nach überhaupt nicht gegen Chancengleichheit - im Gegenteil, erst wenn die Chancen gleich sind, kann sich Individualität wirklich entwickeln. Ohne Chancengleichheit bleibt die Individualität eines großen Teils der Bevölkerung auf der Strecke - bleibt Potential das keine Chance hat sich zu entwickeln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Micha,</p>
<p> <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  &#8211; Pessimismus sei dir unbenommen <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> , mir der Optimusmus aber auch :-, denn „Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung.“ (Marcel Pagnol)</p>
<p>Natürlich ist das soziale Umfeld nicht alles und natürlich spielt auch genetische Veranlagung eine Rolle. Und wie hoch jetzt welcher Anteil ist, ist nicht eindeutig erforscht. Dennoch gehen neuere Erkenntnisse, grade auch aus der Epigenetik, immer mehr in die Richtung, dass die Gene eine viel kleinere Rolle spielen, als lange angenommen. Auch hierzu gibt es viele Erkenntnisse aus der Zwillingsforschung <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dass es Chancengleichheit nicht geben könne &#8211; da wiederspreche ich! Ob es sie geben wird? Das wird davon abhängen, wie stark sich in Bezug auf unser Bildungssystem eine kleine Gruppe weiterhin gegenüber einer viel größeren durchsetzen wird &#8211; und das hängt wieder von Bildung ab &#8211; da beißt sich die Katze in den Schwanz. Aber ich trotzdem überzeugt, dass sich da einiges ändern wird &#8211; es braucht Zeit, es braucht viel Engagement und Arbeit &#8211; aber es ist möglich.</p>
<p>Und individuelle Unterschiede sprechen meiner Überzeugung nach überhaupt nicht gegen Chancengleichheit &#8211; im Gegenteil, erst wenn die Chancen gleich sind, kann sich Individualität wirklich entwickeln. Ohne Chancengleichheit bleibt die Individualität eines großen Teils der Bevölkerung auf der Strecke &#8211; bleibt Potential das keine Chance hat sich zu entwickeln.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: mihei</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-415</link>
		<dc:creator>mihei</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 20:23:37 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin ein Powi und kenne die Politik praktisch als auch theoretisch. Man kann auch sagen ein Pessimist, was ein Optimist mit Erfahrung ist ;)
 
Das mit den wissenschaftlichen Belegen ist so eine Sache. Es gibt auch Studien, die belegen, dass die individuelle Entwicklung zwar vom sozialen Umfeld beeinflusst wird, dass aber ein guter Teil auch &quot;genetisch veranlagt&quot; ist. Gute Belege hierfür sind Zwillinge, die früh getrennt wurden in unterschiedlichen sozialen Umfeldern aufwuchsen und sich dennoch nahezu gleich entwickelt haben.
Ich bleibe dabei, Chancengleichheit kann und wird es nie geben. Man kann sicher die Rahmenbedingungen so gestalten, dass man sich der Gleichheit annähert, aber es wird immer individuelle Unterschiede und somit bessere oder auch schlechtere Chancen geben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein Powi und kenne die Politik praktisch als auch theoretisch. Man kann auch sagen ein Pessimist, was ein Optimist mit Erfahrung ist <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das mit den wissenschaftlichen Belegen ist so eine Sache. Es gibt auch Studien, die belegen, dass die individuelle Entwicklung zwar vom sozialen Umfeld beeinflusst wird, dass aber ein guter Teil auch &#8220;genetisch veranlagt&#8221; ist. Gute Belege hierfür sind Zwillinge, die früh getrennt wurden in unterschiedlichen sozialen Umfeldern aufwuchsen und sich dennoch nahezu gleich entwickelt haben.<br />
Ich bleibe dabei, Chancengleichheit kann und wird es nie geben. Man kann sicher die Rahmenbedingungen so gestalten, dass man sich der Gleichheit annähert, aber es wird immer individuelle Unterschiede und somit bessere oder auch schlechtere Chancen geben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sabine</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-408</link>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 19:45:11 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Micha,

vielen Dank für den Kommentar.

Tja, mit dem »gesunden Menschenverstand« ist das so eine Sache :-).

Der wird leider von Medien und den am Erhalt des bestehenden Systems Interessierten dazu benutzt, Dinge schön zu reden und genau die Einstellung zu erreichen, die sich ausdrückt, wenn Du schreibst: »...es wird sie auch nie geben«.

Und das finde ich so gefährlich daran. Wenn Du Dich später (Du bist auch ein Biwi oder?) mit Diskursanalyse beschäftigst und evt. auch mit Bourdieu, wird Dein Blick auf solche Artikel sich vermutlich verändern.

Bourdieu hat dazu einen sehr interessanten Ansatz, der erklärt, wieso derartig verpackte Aussagen dann »... so häufig als akzeptabel und sogar natürlich erscheinen können ...« und bemerkt ».. oftmals kommt es daher sogar zu einer Komplizienschaft selbst der Leidtragenden der gesellschaftlichen Strukturen mit diesen Machtstrukturen«

Und die »Schichtenthese« kann man leider nicht außen vor lassen, wenn man sich ernsthaft mit der Thematik Chancengleichheit in der Bildung beschäftigen möchte. Dass individuelle Eigenschaften viel weniger von Begabung, als eben vom sozialen Umfeld abhängen, ist mittlerweile ausreichend belegt. Die Reihenfolge ist also genau umgekehrt: Angeborene Anlagen verstärken oder schwächen die Möglichkeiten, die in einem idealen Umfeld gegeben wären.

Gerechtigkeit hat nichts mit Gleichmacherei zu tun - gerecht ist, wenn Individualität gefördert wird (Ungleiches ungleich behandelt wird) und gleiche Chancen für alle gelten (Gleiches gleich behandelt wird) - und das ist ohne den sozialen Aspekt nicht zu leisten.

LG Sabine</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Micha,</p>
<p>vielen Dank für den Kommentar.</p>
<p>Tja, mit dem »gesunden Menschenverstand« ist das so eine Sache <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Der wird leider von Medien und den am Erhalt des bestehenden Systems Interessierten dazu benutzt, Dinge schön zu reden und genau die Einstellung zu erreichen, die sich ausdrückt, wenn Du schreibst: »&#8230;es wird sie auch nie geben«.</p>
<p>Und das finde ich so gefährlich daran. Wenn Du Dich später (Du bist auch ein Biwi oder?) mit Diskursanalyse beschäftigst und evt. auch mit Bourdieu, wird Dein Blick auf solche Artikel sich vermutlich verändern.</p>
<p>Bourdieu hat dazu einen sehr interessanten Ansatz, der erklärt, wieso derartig verpackte Aussagen dann »&#8230; so häufig als akzeptabel und sogar natürlich erscheinen können &#8230;« und bemerkt ».. oftmals kommt es daher sogar zu einer Komplizienschaft selbst der Leidtragenden der gesellschaftlichen Strukturen mit diesen Machtstrukturen«</p>
<p>Und die »Schichtenthese« kann man leider nicht außen vor lassen, wenn man sich ernsthaft mit der Thematik Chancengleichheit in der Bildung beschäftigen möchte. Dass individuelle Eigenschaften viel weniger von Begabung, als eben vom sozialen Umfeld abhängen, ist mittlerweile ausreichend belegt. Die Reihenfolge ist also genau umgekehrt: Angeborene Anlagen verstärken oder schwächen die Möglichkeiten, die in einem idealen Umfeld gegeben wären.</p>
<p>Gerechtigkeit hat nichts mit Gleichmacherei zu tun &#8211; gerecht ist, wenn Individualität gefördert wird (Ungleiches ungleich behandelt wird) und gleiche Chancen für alle gelten (Gleiches gleich behandelt wird) &#8211; und das ist ohne den sozialen Aspekt nicht zu leisten.</p>
<p>LG Sabine</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: mihei</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-407</link>
		<dc:creator>mihei</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 19:22:03 +0000</pubDate>
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		<description>Ich will hier jetzt keinen bildungswissenschaftlichen Beitrag schreiben, dazu bin ich auch gar nicht befähigt. Ich will nur versuchen die Diskussion sachlich aus Sicht des „gesunden Menschenverstandes“ zu beleuchten. 

Für mich ist diese Diskussion bezeichnend für die politische Diskussion zum Thema Bildung. PISA hat in Deutschland die Diskussion ins breite Licht der Öffentlichkeit getragen und seitdem wird nahezu panisch versucht Lösungen zu finden. 

Die skandinavischen Länder werden zu den Heilsbringern der Bildung gekürt und einige wollen tatsächlich die erfolgreichen Konzepte übertragen. Eine Diffusion ist in diesen Fällen allerdings nicht so leicht möglich. Man muss eben nicht nur das Bildungssystem isoliert betrachten sondern auch alle anderen relevanten Faktoren wie z.B. die Größe des Landes, den politischen Aufbau (z.B. Föderalismus oder Zentralstaat), den Anteil von Migranten und vieles mehr. Des Weiteren sehe ich im Aufbau der PISA Studie einige methodisch bedenkliche Punkte (wie z.B. die Wahl der untersuchten Jahrgangsgruppen ohne zu berücksichtigen welche Schulsysteme dahinter stehen. Soll heißen wann wird eingeschult, gibt es eine Vorschule, gibt es richtigen Ganztagsunterricht usw.) Fakt ist, PISA hätte bei einem anderen Untersuchungsaufbau diametrale Ergebnisse hervorbringen können. Aber ich schweife hier ab.

Den FAZ Artikel hab ich persönlich auch nicht so schlimm empfunden und bin da bei Roma.

Das Kernthema ist die „Bildungsungerechtigkeit“. Gerechtigkeit ist ein ganz gefährlicher Begriff der auch ganz unterschiedlich verwendet wird. Für mich liegt Gerechtigkeit im Auge des Betrachters. Eine objektive Gerechtigkeit ist mir nicht bekannt. Daher bevorzuge ich den Begriff Chancengleichheit. Aber auch hier, wie bei der Gerechtigkeit, wird dies oft mit Gleichmacherei verwechselt.
Wenn wir ganz ehrlich sind, dann gibt es bei der Bildung keine Chancengleichheit und es wird sie auch nie geben. Lassen wir die „Schichtenthese“ einmal außen vor. Jedes Kind ist ein Individuum. Alle haben unterschiedliche Fähigkeiten und Charaktere. Alleine deshalb haben sie zwar theoretisch alle die Chance ihr Abitur zu machen und zu studieren aber praktisch sieht es nicht so aus. Nimmt man hierzu noch die soziale Herkunft, so kann sie diese individuellen Faktoren verstärken, ergänzen, abschwächen oder gar nicht beeinflussen.

Lange Rede kurzer Sinn. Unser Bildungssystem hat offensichtliche Schwächen. Eine Gleichmacherei ist ebenso falsch wie die Vernachlässigung der weniger Privilegierten die eben mit geringeren Chancen starten. Die Lösung ist teuer und aufwendig, aber nur mit einer individuellen Förderung, die auf die jeweiligen Stärken und Schwächen eingeht kann man annährend eine Chancengleichheit erreichen.  

Gruß Micha</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will hier jetzt keinen bildungswissenschaftlichen Beitrag schreiben, dazu bin ich auch gar nicht befähigt. Ich will nur versuchen die Diskussion sachlich aus Sicht des „gesunden Menschenverstandes“ zu beleuchten. </p>
<p>Für mich ist diese Diskussion bezeichnend für die politische Diskussion zum Thema Bildung. PISA hat in Deutschland die Diskussion ins breite Licht der Öffentlichkeit getragen und seitdem wird nahezu panisch versucht Lösungen zu finden. </p>
<p>Die skandinavischen Länder werden zu den Heilsbringern der Bildung gekürt und einige wollen tatsächlich die erfolgreichen Konzepte übertragen. Eine Diffusion ist in diesen Fällen allerdings nicht so leicht möglich. Man muss eben nicht nur das Bildungssystem isoliert betrachten sondern auch alle anderen relevanten Faktoren wie z.B. die Größe des Landes, den politischen Aufbau (z.B. Föderalismus oder Zentralstaat), den Anteil von Migranten und vieles mehr. Des Weiteren sehe ich im Aufbau der PISA Studie einige methodisch bedenkliche Punkte (wie z.B. die Wahl der untersuchten Jahrgangsgruppen ohne zu berücksichtigen welche Schulsysteme dahinter stehen. Soll heißen wann wird eingeschult, gibt es eine Vorschule, gibt es richtigen Ganztagsunterricht usw.) Fakt ist, PISA hätte bei einem anderen Untersuchungsaufbau diametrale Ergebnisse hervorbringen können. Aber ich schweife hier ab.</p>
<p>Den FAZ Artikel hab ich persönlich auch nicht so schlimm empfunden und bin da bei Roma.</p>
<p>Das Kernthema ist die „Bildungsungerechtigkeit“. Gerechtigkeit ist ein ganz gefährlicher Begriff der auch ganz unterschiedlich verwendet wird. Für mich liegt Gerechtigkeit im Auge des Betrachters. Eine objektive Gerechtigkeit ist mir nicht bekannt. Daher bevorzuge ich den Begriff Chancengleichheit. Aber auch hier, wie bei der Gerechtigkeit, wird dies oft mit Gleichmacherei verwechselt.<br />
Wenn wir ganz ehrlich sind, dann gibt es bei der Bildung keine Chancengleichheit und es wird sie auch nie geben. Lassen wir die „Schichtenthese“ einmal außen vor. Jedes Kind ist ein Individuum. Alle haben unterschiedliche Fähigkeiten und Charaktere. Alleine deshalb haben sie zwar theoretisch alle die Chance ihr Abitur zu machen und zu studieren aber praktisch sieht es nicht so aus. Nimmt man hierzu noch die soziale Herkunft, so kann sie diese individuellen Faktoren verstärken, ergänzen, abschwächen oder gar nicht beeinflussen.</p>
<p>Lange Rede kurzer Sinn. Unser Bildungssystem hat offensichtliche Schwächen. Eine Gleichmacherei ist ebenso falsch wie die Vernachlässigung der weniger Privilegierten die eben mit geringeren Chancen starten. Die Lösung ist teuer und aufwendig, aber nur mit einer individuellen Förderung, die auf die jeweiligen Stärken und Schwächen eingeht kann man annährend eine Chancengleichheit erreichen.  </p>
<p>Gruß Micha</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sabine</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-393</link>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 17:18:47 +0000</pubDate>
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		<description>
&lt;em&gt;»Von meiner Seite aus sehe ich die Diskussion als beendet an«&lt;/em&gt;

Ja, hier stimme ich mit Ihnen überein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>»Von meiner Seite aus sehe ich die Diskussion als beendet an«</em></p>
<p>Ja, hier stimme ich mit Ihnen überein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karen</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-392</link>
		<dc:creator>Karen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 17:06:54 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Sabine,

1. die Begabungspotentiale sind offensichtlich weitgehend ausgeschöpft, denn wer will, der kann ein Studienfach seiner Wahl studieren. Dazu muß er nicht besonders reich und auch nicht besonders klug sein. Das war vor etwa 100 Jahren, als Milieubindungen noch viel fester waren, oder gar vor 200 Jahren, als es noch eine Ständegesellschaft gab, anders.
a.) ... das Unterangebot auf dem Arbeitsmarkt (von einigen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen abgesehen).
b.) Qualifizierungsversuche bei Unqualifizierten, wie die hohen Studienabbrecherzahlen belegen. Offensichtlich haben wir auch trotz der Verhundertfachung der Studentenzahlen gegenüber der Zeit vor 200 Jahren nicht eine entsprechende Verhundertfachung von Genies, die einem Goethe, Hegel, Leibnitz, Kant ... entsprechen.

Wenn Sie nun mit dem Argument sozialer Ungerechtigkeit kommen, welche etwa die potentiellen Genies aus dem HartzIV-Milieu unterdrücken, so muß ich Ihnen mitteilen, daß mir in Mitteleuropa noch kein Student begegnet ist, der hungern oder frieren mußte. Auch das war früher durchaus anders.  

Vergleicht man Qualität und Quantität von Universitäten und Studenten etwa der Jahre 1925 und 2005, so ist zwar die Quantität gestiegen, aber die Qualität gesunken. Universitätsstudenten gelangen heute oft in Tätigkeitsfelder, in den früher die Fachschulausbildung ausreichte, Fachhochschüler in Arbeitsbereiche, in welchen die Berufsschule genügte. Die Universitäten sind vollgestopft mit Personen, die rudimentäre Defizite auf naturwissenschaftlichem oder sprachlichem Gebiet aufweisen.

&lt;em&gt;„Es mag auch gut sein, dass vor 40 Jahren, Anfang der 70er Jahre, Wissenschaftler auf die sie sich berufen den “Stand der Forschung des Jahres 1967 und aus ihrer Sicht wichtige Forschungsergebnisse …zusammengetragen” haben.“&lt;/em&gt;

Leider kann ich aufgrund Ihrer Rechtschreibung die inhaltliche Stoßrichtung Ihres Textes nur erahnen. Sie erwidern nicht argumentativ auf die Äußerungen der Wissenschaftler, welche Sie aber dafür als als „Hetze“ disqualifizieren, und rezitieren auch nicht Ihre eigenen Quellen (wenigstens sinngemäß). Die Art und Weise, wissenschaftliche Publikationen je nach persönlichem Gusto und herrschendem Paradigma mal als „wissenschaftlich“ einzustufen, mal als „pseudowissenschaftlich“ (oder gar „hetzerisch“) zu verwerfen, ist eine höchst ideologische, vor allem, wenn man über den Inhalt zu disputieren weder willens noch imstande ist, sondern lieber den Link abschaltet.

&lt;em&gt;„Ihre persönlichen Annahmen darüber und Ihr Glaube an 80% unbegabte Bevölkerung, die es sich nicht zu fördern lohnt, bleiben Ihnen natürlich unbelassen …“&lt;/em&gt;

Ich habe nie behauptet, daß ich „an 80% unbegabte Bevölkerung, die es sich nicht zu fördern lohnt“ glaube. Wo steht das? Ich habe nur den Gegenbeweis gefordert, denn Glauben genügt mir nicht, auch wenn angeblich „niemand heute mehr ernsthaft daran glaubt“. (Personaler zumindest blicken auch heute noch bei jungen Arbeitssuchenden auf das Milieu, wie „Beruf der Eltern“). 

Zunächst einmal sollte man im Text „Begabungsförderung“ zwischen der zitierten Meinung der Wissenschaftler („Er widerspricht ebenfalls der...“, „Im Gegenteil sei...“) und den daraus folgenden subjektiven Bewertungen unterscheiden, zweites finde ich nirgendwo die Äußerung „daß 80% unbegabte Bevölkerung nicht zu fördern“ lohne, selbst bei böswilliger Interpretation nicht. So habe ich bereits in einem vorhergehenden Artikel zur Elitediskussion resümiert:

&lt;em&gt;„Ballauff und Hettwer drängen daher auf Begabungsförderung, nicht auf Begabtenauslese. Das schlösse nicht aus, daß die ,sehr Begabten’ dieselbe Förderung erfahren wie die ,weniger Begabten’, allerdings in dem jeweilig passenden Rahmen. Dem wäre mit einem differenzierten Aufbau des Bildungswesens Rechnung zu tragen.“&lt;/em&gt;

Von meiner Seite aus sehe ich die Diskussion als beendet an, da mir die Zeit für umfassende Erwiderungen auf Unterstellungen angesichts der offensichtlichen Oberflächlichkeit bzw. des Nichterfassenwollens textlicher Zusammenhänge zu kostbar ist.

MfG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Sabine,</p>
<p>1. die Begabungspotentiale sind offensichtlich weitgehend ausgeschöpft, denn wer will, der kann ein Studienfach seiner Wahl studieren. Dazu muß er nicht besonders reich und auch nicht besonders klug sein. Das war vor etwa 100 Jahren, als Milieubindungen noch viel fester waren, oder gar vor 200 Jahren, als es noch eine Ständegesellschaft gab, anders.<br />
a.) &#8230; das Unterangebot auf dem Arbeitsmarkt (von einigen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen abgesehen).<br />
b.) Qualifizierungsversuche bei Unqualifizierten, wie die hohen Studienabbrecherzahlen belegen. Offensichtlich haben wir auch trotz der Verhundertfachung der Studentenzahlen gegenüber der Zeit vor 200 Jahren nicht eine entsprechende Verhundertfachung von Genies, die einem Goethe, Hegel, Leibnitz, Kant &#8230; entsprechen.</p>
<p>Wenn Sie nun mit dem Argument sozialer Ungerechtigkeit kommen, welche etwa die potentiellen Genies aus dem HartzIV-Milieu unterdrücken, so muß ich Ihnen mitteilen, daß mir in Mitteleuropa noch kein Student begegnet ist, der hungern oder frieren mußte. Auch das war früher durchaus anders.  </p>
<p>Vergleicht man Qualität und Quantität von Universitäten und Studenten etwa der Jahre 1925 und 2005, so ist zwar die Quantität gestiegen, aber die Qualität gesunken. Universitätsstudenten gelangen heute oft in Tätigkeitsfelder, in den früher die Fachschulausbildung ausreichte, Fachhochschüler in Arbeitsbereiche, in welchen die Berufsschule genügte. Die Universitäten sind vollgestopft mit Personen, die rudimentäre Defizite auf naturwissenschaftlichem oder sprachlichem Gebiet aufweisen.</p>
<p><em>„Es mag auch gut sein, dass vor 40 Jahren, Anfang der 70er Jahre, Wissenschaftler auf die sie sich berufen den “Stand der Forschung des Jahres 1967 und aus ihrer Sicht wichtige Forschungsergebnisse …zusammengetragen” haben.“</em></p>
<p>Leider kann ich aufgrund Ihrer Rechtschreibung die inhaltliche Stoßrichtung Ihres Textes nur erahnen. Sie erwidern nicht argumentativ auf die Äußerungen der Wissenschaftler, welche Sie aber dafür als als „Hetze“ disqualifizieren, und rezitieren auch nicht Ihre eigenen Quellen (wenigstens sinngemäß). Die Art und Weise, wissenschaftliche Publikationen je nach persönlichem Gusto und herrschendem Paradigma mal als „wissenschaftlich“ einzustufen, mal als „pseudowissenschaftlich“ (oder gar „hetzerisch“) zu verwerfen, ist eine höchst ideologische, vor allem, wenn man über den Inhalt zu disputieren weder willens noch imstande ist, sondern lieber den Link abschaltet.</p>
<p><em>„Ihre persönlichen Annahmen darüber und Ihr Glaube an 80% unbegabte Bevölkerung, die es sich nicht zu fördern lohnt, bleiben Ihnen natürlich unbelassen …“</em></p>
<p>Ich habe nie behauptet, daß ich „an 80% unbegabte Bevölkerung, die es sich nicht zu fördern lohnt“ glaube. Wo steht das? Ich habe nur den Gegenbeweis gefordert, denn Glauben genügt mir nicht, auch wenn angeblich „niemand heute mehr ernsthaft daran glaubt“. (Personaler zumindest blicken auch heute noch bei jungen Arbeitssuchenden auf das Milieu, wie „Beruf der Eltern“). </p>
<p>Zunächst einmal sollte man im Text „Begabungsförderung“ zwischen der zitierten Meinung der Wissenschaftler („Er widerspricht ebenfalls der&#8230;“, „Im Gegenteil sei&#8230;“) und den daraus folgenden subjektiven Bewertungen unterscheiden, zweites finde ich nirgendwo die Äußerung „daß 80% unbegabte Bevölkerung nicht zu fördern“ lohne, selbst bei böswilliger Interpretation nicht. So habe ich bereits in einem vorhergehenden Artikel zur Elitediskussion resümiert:</p>
<p><em>„Ballauff und Hettwer drängen daher auf Begabungsförderung, nicht auf Begabtenauslese. Das schlösse nicht aus, daß die ,sehr Begabten’ dieselbe Förderung erfahren wie die ,weniger Begabten’, allerdings in dem jeweilig passenden Rahmen. Dem wäre mit einem differenzierten Aufbau des Bildungswesens Rechnung zu tragen.“</em></p>
<p>Von meiner Seite aus sehe ich die Diskussion als beendet an, da mir die Zeit für umfassende Erwiderungen auf Unterstellungen angesichts der offensichtlichen Oberflächlichkeit bzw. des Nichterfassenwollens textlicher Zusammenhänge zu kostbar ist.</p>
<p>MfG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sabine</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-391</link>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 15:47:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/#comment-391</guid>
		<description>Liebe Neve,

da hast Du recht, sofern das die Intention war (was ich nicht glaube :-) ) ist das nicht gelungen.

Und genau wie Du bin auch ich nicht der Meinung, dass alle &quot;gleich&quot; sein müssen. Es muss auch nicht jeder Abitur haben oder studieren - aber jeder muss die Chance dazu haben und das ist definitiv nicht der Fall.

Das Problem, das Du ja auch ansprichst, liegt genau da begründet wo Du sagst, dass »Individualentwicklung nicht jenseits des sozialen kulturellen Umfeldes« funktioniert. 

Wenn daraus aber dann geschlossen wird, dass die Benachteiligten weniger begabt seien und es in diesen Schichten kein Potential gäbe, dann geht das in eine gefährliche Richtung - die natürlich von denjenigen, denen das einen Vorteil bringt, auch genutzt wird. Nun haben aber genau diejenigen auch wesentlich mehr Möglichkeiten und Einfluss, dafür zu sorgen, dass sich wenig daran ändert ... 

Ein Teufelskreis, der m. E. nur wirklich sinnvoll dadurch unterbrochen werden kann, indem an zwei Baustellen gearbeitet wird. Einmal an der frühkindlichen Bildung, denn wie Du schreibst, das Problem fängt nicht erst im Schulalter an.

Zweite Baustelle ist die Familie - und da bin ich der festen Überzeugung, dass ein gar nicht so kleiner Anteil dieser »Bildungsfernen« durchaus willens und intellektuell auch fähig dazu wäre, einen Schulabschluss und/oder ein Studium nachzuholen. Dazu fehlt es aber derzeit sowohl an Fördermöglichkeiten als auch an Beratung und gesellschaftlicher Akzeptanz. 

Durch Aufbau dieses Bereiches würde man das Problem an der Wurzel anpacken und nicht Institutionen die alleinige Verantwortung dafür zuschieben, aus kleine »Bifs« (wie in Preisendörfers »das Bildungsprivileg« die sogenannten Bildungsfernen bezeichnet werden) Bildungsnahe zu machen. 

Denn was leider nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Kinder, die in den Schulen entgegen ihrer bisherigen Sozialisation »erzogen« werden, sonst zwischen zwei Möglichkeiten zerrieben werden: Entweder sie ändern sich und entwickeln eine andere Sicht auf Bildung, was bedeutet, dass sie sich von ihren Familien und Freunden, bei denen das nicht passiert, entfremden, oder sie verweigern sich und landen in der Schublade »unbegabt«.

Du hast recht, dass solche Vorstellungen »utopisch« sind - aber ohne solche Utopien im Kopf wird sich auch in der Realität nichts ändern. Und ändern kann man alles - aber Voraussetzung ist das Bewußtsein über die Notwendigkeit und das Vertrauen in den Sinn einer Änderung. Und das bekommt man wodurch? Bildung :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Neve,</p>
<p>da hast Du recht, sofern das die Intention war (was ich nicht glaube <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ) ist das nicht gelungen.</p>
<p>Und genau wie Du bin auch ich nicht der Meinung, dass alle &#8220;gleich&#8221; sein müssen. Es muss auch nicht jeder Abitur haben oder studieren &#8211; aber jeder muss die Chance dazu haben und das ist definitiv nicht der Fall.</p>
<p>Das Problem, das Du ja auch ansprichst, liegt genau da begründet wo Du sagst, dass »Individualentwicklung nicht jenseits des sozialen kulturellen Umfeldes« funktioniert. </p>
<p>Wenn daraus aber dann geschlossen wird, dass die Benachteiligten weniger begabt seien und es in diesen Schichten kein Potential gäbe, dann geht das in eine gefährliche Richtung &#8211; die natürlich von denjenigen, denen das einen Vorteil bringt, auch genutzt wird. Nun haben aber genau diejenigen auch wesentlich mehr Möglichkeiten und Einfluss, dafür zu sorgen, dass sich wenig daran ändert &#8230; </p>
<p>Ein Teufelskreis, der m. E. nur wirklich sinnvoll dadurch unterbrochen werden kann, indem an zwei Baustellen gearbeitet wird. Einmal an der frühkindlichen Bildung, denn wie Du schreibst, das Problem fängt nicht erst im Schulalter an.</p>
<p>Zweite Baustelle ist die Familie &#8211; und da bin ich der festen Überzeugung, dass ein gar nicht so kleiner Anteil dieser »Bildungsfernen« durchaus willens und intellektuell auch fähig dazu wäre, einen Schulabschluss und/oder ein Studium nachzuholen. Dazu fehlt es aber derzeit sowohl an Fördermöglichkeiten als auch an Beratung und gesellschaftlicher Akzeptanz. </p>
<p>Durch Aufbau dieses Bereiches würde man das Problem an der Wurzel anpacken und nicht Institutionen die alleinige Verantwortung dafür zuschieben, aus kleine »Bifs« (wie in Preisendörfers »das Bildungsprivileg« die sogenannten Bildungsfernen bezeichnet werden) Bildungsnahe zu machen. </p>
<p>Denn was leider nicht berücksichtigt wird, ist die Tatsache, dass Kinder, die in den Schulen entgegen ihrer bisherigen Sozialisation »erzogen« werden, sonst zwischen zwei Möglichkeiten zerrieben werden: Entweder sie ändern sich und entwickeln eine andere Sicht auf Bildung, was bedeutet, dass sie sich von ihren Familien und Freunden, bei denen das nicht passiert, entfremden, oder sie verweigern sich und landen in der Schublade »unbegabt«.</p>
<p>Du hast recht, dass solche Vorstellungen »utopisch« sind &#8211; aber ohne solche Utopien im Kopf wird sich auch in der Realität nichts ändern. Und ändern kann man alles &#8211; aber Voraussetzung ist das Bewußtsein über die Notwendigkeit und das Vertrauen in den Sinn einer Änderung. Und das bekommt man wodurch? Bildung <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Neve</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-390</link>
		<dc:creator>Neve</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 13:28:04 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo liebe BiWi-Bine!
Genau das meinte ich... gut angefangen aber dann abgeka*** :)
Vielleicht wollte die Autorin des FAZ-Artikels einfach den Unterschied zwischen Gleichberechtigung &amp; Gleichmacherei betonen. Ist ihr aber nicht so ganz gelungen... *grübel*
Gleichberechtigung JA: Alle sollen dieselben Grundvoraussetzungen mitgegeben bekommen. Da nun jeder Mensch anders ist, werden sich auch die Kinder anders entwickeln, selbst wenn sie gleiche Grundvoraussetzungen haben. Individualentwicklung funktioniert ja nicht jenseits des sozialen, kulturellen Umfeldes! Anschließend wäre es wohl angebracht, dass das Bildungssystem jeden dort &quot;abholt&quot; wo er gerade steht, das gefördert wird, was jeder am besten kann, usw. Eine etwas utopische Vorstellung, leider!
Gleichmacherei NEIN: Da wird nur Potential verschwendet. Wie schon John Watson sagte: „Gebt mir ein Dutzend [...] Kinder und meine eigene Umwelt, in der ich sie erziehe, und ich garantiere, dass ich [... ] es zu einem Spezialisten in irgendeinem Beruf erziehe [...]&quot; (Watson, 1930, zitiert aus 03400/M1). Ich bin kein Fan des klassischen Behaviorismus; das Zitat sei trotzdem mal am Rande erwähnt, um auszudrücken, dass grundsätzlich jeder Mensch der geistig gesund ist, von Geburt an das gleiche Potential hat wie jeder andere!
Was ich herausstellen möchte ist, dass jeder seine Stärken und Schwächen hat. Bildung kann nur dann als stabile Grundlage für den Wohlstand einer Gesellschaft dienen, wenn die Bildungsqualität (für alle) grundsätzlich gut ist. Zudem müssen nicht nur denjenigen adäquate Bildungsmöglichkeiten zugänglich gemacht werden die es sich ohnehin schon leisten können, sondern auch denjenigen die das Potential haben, das beste daraus zu machen, es sich aber finanziell oder zeitlich (z.B. wegen Familie, Pflege von Angehörigen, etc.) nicht leisten können.
Und Trotzdem: Das Problem fängt m.E. nicht erst im Schulalter an, sondern schon vorher: Bildung &amp; Arbeit ist nicht mehr attraktiv, nicht &quot;in&quot;; in vielen Familien wissen die Eltern noch nicht mal richtig was sie mit einfachen Mitteln tun können, um die geistige Entwicklung ihrer Kinder zu fördern.
Vielleicht kenne ich mich aber da noch zu wenig aus...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo liebe BiWi-Bine!<br />
Genau das meinte ich&#8230; gut angefangen aber dann abgeka*** <img src='http://www.sieseco.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Vielleicht wollte die Autorin des FAZ-Artikels einfach den Unterschied zwischen Gleichberechtigung &amp; Gleichmacherei betonen. Ist ihr aber nicht so ganz gelungen&#8230; *grübel*<br />
Gleichberechtigung JA: Alle sollen dieselben Grundvoraussetzungen mitgegeben bekommen. Da nun jeder Mensch anders ist, werden sich auch die Kinder anders entwickeln, selbst wenn sie gleiche Grundvoraussetzungen haben. Individualentwicklung funktioniert ja nicht jenseits des sozialen, kulturellen Umfeldes! Anschließend wäre es wohl angebracht, dass das Bildungssystem jeden dort &#8220;abholt&#8221; wo er gerade steht, das gefördert wird, was jeder am besten kann, usw. Eine etwas utopische Vorstellung, leider!<br />
Gleichmacherei NEIN: Da wird nur Potential verschwendet. Wie schon John Watson sagte: „Gebt mir ein Dutzend [...] Kinder und meine eigene Umwelt, in der ich sie erziehe, und ich garantiere, dass ich [... ] es zu einem Spezialisten in irgendeinem Beruf erziehe [...]&#8221; (Watson, 1930, zitiert aus 03400/M1). Ich bin kein Fan des klassischen Behaviorismus; das Zitat sei trotzdem mal am Rande erwähnt, um auszudrücken, dass grundsätzlich jeder Mensch der geistig gesund ist, von Geburt an das gleiche Potential hat wie jeder andere!<br />
Was ich herausstellen möchte ist, dass jeder seine Stärken und Schwächen hat. Bildung kann nur dann als stabile Grundlage für den Wohlstand einer Gesellschaft dienen, wenn die Bildungsqualität (für alle) grundsätzlich gut ist. Zudem müssen nicht nur denjenigen adäquate Bildungsmöglichkeiten zugänglich gemacht werden die es sich ohnehin schon leisten können, sondern auch denjenigen die das Potential haben, das beste daraus zu machen, es sich aber finanziell oder zeitlich (z.B. wegen Familie, Pflege von Angehörigen, etc.) nicht leisten können.<br />
Und Trotzdem: Das Problem fängt m.E. nicht erst im Schulalter an, sondern schon vorher: Bildung &amp; Arbeit ist nicht mehr attraktiv, nicht &#8220;in&#8221;; in vielen Familien wissen die Eltern noch nicht mal richtig was sie mit einfachen Mitteln tun können, um die geistige Entwicklung ihrer Kinder zu fördern.<br />
Vielleicht kenne ich mich aber da noch zu wenig aus&#8230;</p>
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		<title>Von: Sabine</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-389</link>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:18:28 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Karen,

dann zitiere ich Ihren ersten Absatz nochmal:

&quot;es ist doch schon so, daß, wer heute studieren will und halbwegs brauchbare Leistungen vorweist, auch studieren kann. Die seit Jahrzehnten geringer werdenden Leistungsanforderungen an Univiersitäten und die hohen Zahlen an Studienabbrechern zeigen aber auch, daß das Angebot von zu vielen genutzt wird, die ungeeignet sind – auf Kosten der Geeigneten und auf Kosten der Steuerzahler.&quot;

Wenn Sie das für eine Antwort auf meine Fragen halten... ok...

Es mag auch gut sein, dass vor 40 Jahren,  Anfang der 70er Jahre, Wissenschaftler auf die sie sich berufen den &quot;Stand der Forschung des Jahres 1967 und aus ihrer Sicht wichtige Forschungsergebnisse ...zusammengetragen&quot; haben. 

Ich habe in meinem Beitrag nicht auf eigene wissenschaftliche Erkenntnisse verwiesen, sondern eindeutige Fakten aus der aktuellen empirischen Forschung, sowie deren Quellen, genannt. 

Ihre persönlichen Annahmen darüber und Ihr Glaube an 80% unbegabte Bevölkerung, die es sich nicht zu fördern lohnt, bleiben Ihnen natürlich unbelassen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Karen,</p>
<p>dann zitiere ich Ihren ersten Absatz nochmal:</p>
<p>&#8220;es ist doch schon so, daß, wer heute studieren will und halbwegs brauchbare Leistungen vorweist, auch studieren kann. Die seit Jahrzehnten geringer werdenden Leistungsanforderungen an Univiersitäten und die hohen Zahlen an Studienabbrechern zeigen aber auch, daß das Angebot von zu vielen genutzt wird, die ungeeignet sind – auf Kosten der Geeigneten und auf Kosten der Steuerzahler.&#8221;</p>
<p>Wenn Sie das für eine Antwort auf meine Fragen halten&#8230; ok&#8230;</p>
<p>Es mag auch gut sein, dass vor 40 Jahren,  Anfang der 70er Jahre, Wissenschaftler auf die sie sich berufen den &#8220;Stand der Forschung des Jahres 1967 und aus ihrer Sicht wichtige Forschungsergebnisse &#8230;zusammengetragen&#8221; haben. </p>
<p>Ich habe in meinem Beitrag nicht auf eigene wissenschaftliche Erkenntnisse verwiesen, sondern eindeutige Fakten aus der aktuellen empirischen Forschung, sowie deren Quellen, genannt. </p>
<p>Ihre persönlichen Annahmen darüber und Ihr Glaube an 80% unbegabte Bevölkerung, die es sich nicht zu fördern lohnt, bleiben Ihnen natürlich unbelassen &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Karen</title>
		<link>http://www.sieseco.de/2010/02/03/gerecht-ist-nicht-gleich-haarstraubender-artikel-in-der-faz-net/comment-page-1/#comment-388</link>
		<dc:creator>Karen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 09:30:40 +0000</pubDate>
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		<description>Entschuldigung, zu Ballaufs Biographie ist noch etwas verloren gegangen: 

&quot;1955 wurde Ballauff außerordentlicher Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Mainz, 1956 ordentlicher Professor für Pädagogik. 1979 erfolgte seine Emeritierung.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Entschuldigung, zu Ballaufs Biographie ist noch etwas verloren gegangen: </p>
<p>&#8220;1955 wurde Ballauff außerordentlicher Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Mainz, 1956 ordentlicher Professor für Pädagogik. 1979 erfolgte seine Emeritierung.&#8221;</p>
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