
Sehr gut zum Thema informelles Lernen passt auch der Blog-Karneval, zu dem Saskia-Janina Kepp und Thomas Bernhardt aufrufen.
Bis zum 07. März 2010 sollen die Fragen:
- Was versteht ihr grundsätzlich unter lernen?
- Welche Rolle spielen die Web-2.0-Tools beim Lernen für euch?
- Könnt ihr bei der Verwendung von Web-2.0-Tools Unterschiede zu herkömmlichen Lernstrategien (z.B. Wiederholen) feststellen?
- Inwieweit hat sich eurer Meinung nach durch die Möglichkeiten zur Kommunikation, Produktion, Kollaboration und Partizipation das Lernen geändert bzw. wird es sich ändern?
- Welche neuen Lernstrategien werden im Mitmachnetz notwendig?
beantwortet werden.
Teilnehmen könnt ihr wieder, indem ihr entweder im eigenen Blog einen Artikel schreibt, oder hier einen Beitrag schreibt (was meine Lieblingsvariante wäre
) und diesen dann mit diesem Link verseht – oder direkt auf der Seite von elearning2null per Kommentar auf die Fragen antwortet.
Ich freue mich auf interessante Antworten!



Liebe Sabine,
ich möchte auf Deine Fragen versuchen einzugehen und meine Antwort geben.
Zu Punkt 1- Was ich grundsätzlich unter “lernen” verstehe, werde ich folgendes sagen: Aufnehmen und -saugen (wie ein trockener Schwamm auf das Wasser tut); Anpassungsfähigkeit, Zulassen nämlich flüssig oder hart oder mittelmäßig u.v.m. werden, wie was mir vermittelt wurde oder mich inne angesprochen hat; meinem eingeborenen Leerstand durch Erfahrungen (das direkte Erfahren an mir selbst und andere) mit Kenntnisse und (Selbst-)Erkenntnisse erfüllen also nicht bleiben wollen, wie ich nun mal geboren wurde, sondern meinem Über-Mich-hinaus-Wachsen selber erfahren und entwickeln/ Verantwortung für mein Leben in meinem Handeln zu entwickeln lernen); Lernen in Sinne vom Reflektieren wollen alle meiner Bedürfnisse nach Vertiefung meinem Menschen-Dasein im Alltag. d.h. das Leben ist für mich der Ausgangspunkt um den Motiven meines Lernens zur Bewältigung des Alttags. So ist der Alltagsbewältigung Bestandteil meiner Motivation zum Lernen. Man lernt das Leben zu leben durch Erkenntnisse und Selbsterkenntnisse. Und man bekennt sich folglich um dessen Bedeutung in unserem alltags-politischen Leben durch das Lernen reflektierenderweise zu würdigen. Lernen ist hier gleich ein ausgegliechenes Vielgeben und -nehmen. d.h. ich lerne dank der Bedeutung des Wissens in meinem alltäglichen Handeln. Bedeutung ist hier gleich Reflektieren. Jeder Mensch bedeutet mir etwas, das ich in mir im Alltäglichen zu reflektieren lerne. Lernen ist dann für mich meine Entscheidung mich zu erweitern gleich damit ich dem Horizont von meinem Alltag nicht in vorgegebenen herkömmlichen Modellen ausfische, sondern dem Potential meiner Offenheit -erlern fähig- nach eigenen Lösungen abfragen kann. Lernen erlernen ist auch ein Anspruch an der Wahrung meinem Horizont. Das Lernen kann dann ein Medium werden, wodurch ich dem Inhalt der mir ermittelten Wissen erlerne. Hier dann fonktioniert das Wissen wie ein Kanal, der das Medium Lernen transportiert und den Geisteswachstum fördert. Dieses Medium befördert meine Persönlichkeit und fördert meinem Handeln.
Lernen ist schliesslich eine Balance, die durch Ausgewogenheit stille ist jedoch die Unruhe wie z.B. unseren Ängste, Unsicherheiten, geistige Armut etc in meinem Alltag zur deren Überwindung hilft.
Wer lernt, kann sich selbst helfen. Seine Unsicherheiten in Blick fest zu halten. Sich zu den eigenen falschen Problemen differenziert zu verhalten. Man ist nicht das Problem selber, sondern deren Lösung, wonach das Problem sucht: jedes Problem belehrt uns, dass wir von ihm gesucht sind, um ihm ein menschliche, gesell-schaftsfähige Gesicht zu verleihen. Sich zum eigenen Gesicht zu bekennen, braucht die Stille. wir lernen aus dem herrchenden Lern-Modell, dass zur Alltagsüberwindung gehört die Suche nach der Ruhe. Jedoch es ist nicht die Ruhe, die mir hilft zu lernen, sondern die innere Stille, die mir das Lernen als ruhender Pole in meinem alltäglichen Handeln ermöglicht. Ruhe und Stille sind zwei verschiedenen Formen vom/zum Lernen.
Die Stille gibt mir die Kraft in der Stille zu sehen (manche würden sagen, in der Dunkelheit, wenn man nicht Dimensionen versteht oder Komplexitäten nicht begreifft), dimensional zu lernen und das multilokalen (Sub-)Komplexitäten harmonisch zu artikulieren; Grenzen und Komplexitäten durchzuschauen bevor sie in vergänglichen/niedrigen Werten verloren gehen; sie in der Stille helfen ans Licht (Im bewältigten Alttag) heraufzukommen; die innere Auseinandersetzung durch die Bewahrung der geistige Ruhe zurückgewinnen und nicht zuletzt seine Abhängigkeit zum Aussen überwinden.
Als ich Kind war und etwas, das ich nicht natürlich aufnehmen konnte (weil mir zusehr fremd und kulturel entfremdend) auch deshalb auch nicht erlernen wollte, hatte man mich zum Auswendigen-Lernen gezwungen. In mir wuchste eine Welt des verborgenen Freiheits(er)lernens und eine die durch Lern-Wiederholung, die äusserliche Druckverhältnisse in gesellschaftlich befriedigender Ruhe anhalten konnte.
Man wiederholt bzw. lernt zu verinnerlichen die Strukturen einer Gewalt an unsere Person, welche damit keine Persönlichkeitsentwicklung innehalte bekommt. Der Kampf um das Wiederholen-Lernen ist sehr eng mit existentiellen Inhalte und Verhältnisse, die meistens nichts mit den Betroffenen zu tun haben, sondern mit dem Willen alles zu lassen, wie es aus der Vergangeheit schon erprobt wurde, Ergebnisse und Resultate nachweisen, gesellschaftlich positiv bewertet wurde und nun klassicherweise auch heute bestätigt werden müssen. dieses “lernen” macht uns passiv.
Dem Lernen wird folglich der Fähigkeit den Geist zeitwertgemäß zu entwickeln vertan. Dem Handeln um das Wesentliche, das durch das Lernen vermittelt werden soll, ist nicht eine sozialkompetente Gesellschaftsfähigkeit angestrebt, so, dass die kompetente “Arbeitskräfte” immer mehr quantitavive als mangelware vorkommen. Arbeit ist normalerweise gleich ein Synonime für Arbeit am Selbst. Dies interessiert aber nicht das konservative Lernen.
Das herkömmliche Lernen ist der Gegenwärtigkeit des Lernens, dessen Wandelns nicht gewachsen.
Das Wissen ist immer noch in einer Art Museum verlagert und in unsere Gesellschaft politisch verwaltet. Immer mehr aber wächst weltweit ein paralleles Wissen und Lernen, welche eine Art von universaler, satelit flächender, impulsiver, fliessender Bibliotheke, aus der man eine viele bzw. relativ unendliche Zahl an lebendigen versammelten Informationen abgerufen werden können. Das per internet Lernen brischt alle Grenzen des veralteten Lernens.
Das Lernen wächst immer mehr wie die Kunst. Kommunikation fliesst in die gesellschafts- und weltoffene Produktion des eigenen Selbstbildes Selbstmanagement) so dass Kommunikation und Produktion in Rollenwechseln stehen. Und gerade da, ist das klassischen Schulen nicht geeignet die Offennheit zum Rollenwechseln flieseenden Paradigmen zu wahren.
ich muss jetzt aufhören, weilich arbeizt habe,
Alos CIAO und bis bald
Jean-Yves