Eben auf Twitter entdeckt und so schön und so wahr und so treffend, dass ich nur ein paar Zitate für Euch kopieren möchte und jedem empfehle, den kompletten Artikel zu lesen:
Ausbilden können uns andere, bilden kann sich jeder nur selbst.
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Bildung ist also ein doppeltes Lernen: Man lernt die Welt kennen, und man lernt das Lernen kennen.
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Die Macht des Wissens liegt woanders: Sie verhindert, daß man Opfer ist. Wer in der Welt Bescheid weiß, kann weniger leicht hinters Licht geführt werden und kann sich wehren, wenn andere ihn zum Spielball ihrer Interessen machen wollen, in Politik oder Werbung etwa.
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Man kann sie auch soziale Phantasie nennen, und sie ist ein
Gradmesser für Bildung: Je gebildeter jemand ist, desto besser ist er darin sich auszumalen, wie es wäre, in der Lage anderer zu sein
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Niemand, der die Dichte solcher Augenblicke kennt, wird Bildung mit Ausbildung verwechseln und davon faseln, daß es bei Bildung darum gehe, uns „fit für die Zukunft“ zu machen.
Den kompletten – und uneingeschränkt lesenswerten – Artikel findet ihr hier: Wie wäre es, gebildet zu sein? Von Peter Bieri




[...] Kopf das geflüsterte Stoßgebet eines Politikers: “Lieber Gott, bitte bewahre uns vor Menschen, die lesen, denken und schreiben gelernt haben und sich trotz ihrer Meinung noch einen Internetanschluss leisten [...]
[...] oder wissen die vielmehr genau, was sie tun ? – dann sollten wir Meinungsgemachten uns dringend (fort-)bilden [...]
[...] kompetenten Kinder ohne kompetente Erwachsene (* wink [...]
Hm. Ich greif da ja ziemlich oft drauf zurück
Kann ich gut verstehen – der ist auch einfach nur genial! Und danke für die Links
Liebe Grüße Sabine
schön gut kompakt danke
doch ein Begriff der mir noch fehlt ist derjenige der WEISHEIT
die geht IMO mit einerseits dem WISSEN das man über die Jahre angesammelt hat einher, doch andererseits und vor allem ist es die immense RESSOURCE der Erfahrung und der Emotionalen Intelligenz die ich dann summieren würde in “WEISHEIT”
was meint Ihr dazu?
grüße
Andreas
Ja – das ist ein interessanter und schöner Aspekt. Aber schwierig, ich persönlich denke, zu Weisheit gehört auch unbedingt noch die Fähigkeit, Kontingenz zu erkennen, “zu wissen, wie wenig man weiß”, Wissen immer nur als eine von vermutlich mehreren Antwortmöglichkeiten oder Problemlösungen zu betrachten …
Interessant und wichtig finde ich, dass Du Emotionale Intelligenz nennst – ein wenig beachteter (oder erwähnter) Aspekt!
KONTINGENZ vielleicht könnte man auch argumentieren dass eben das Bewusstsein um die Begrenztheit des eigenen und des Wissens überhaupt, schon als “Kompetenz” in dieser heutigen Info-Gesellschaft bezeichnen, oder?
Denn wenn jmd so sehr geFESTigt ist in seiner MEINung ist dies häufig eher ein FLUCH denn ein Segen vor allem für die Umgebenden oder Untergebenen, wenn es sich um eine Führungskraft handelt.
Sich seines eigenen Potenzials bewusst zu sein und seine Stärken zumindest zu kennen ist immens von Nöten, doch diese auch immer wieder zu hinterfragen hilft …
noch kurz zum EQ: Goleman hat damals ja mit seinem Buch die tür aufgestoßen, doch es zeigt sich mehr und mehr dass diese “Ressource” vielleicht DIE wichtigste überhaupt ist zusammen mit er auch von ihm neuerdings propagierten SQ also spirituellen Intelligenz, die einen GRÖßEREN Blick (manches mal helicopter view bezeichnet) erlaubt. ein großes ganzes zulässt und abstrahiert von der einzelnen “kleinen” Problemsituation. Auch Howard Gardner forciert ja seit einiger ZEit diese Spirituelle Intelligenz sehr
es ist also nicht nur “cogito ergo sum” solange das cogito die Emotion und die Spiritualität ausklammert…
Ja – eindeutig, ich würde das (Wissen um die Begrenztheit) bei “personaler Kompetenz” einordnen würde, eine Metakompetenz, die in vielen Modellen schon auftaucht. Deine Beschreibung zum Bewußtsein der eigenen Potentiale gefällt mir gut, zumal Potential ja an sich schon aussagt, dass da noch etwas im Verborgenen liegt. Und das kann auch immer etwas radikal neues und (zunächst erschreckend) anderes sein. Den Mut, sich dem zu stellen, hat nicht jeder – auch ein Problem von Sozialisation und Lernerfahrung (primär und sekundär!).
Mhm, und Denken, ohne Emotionen und Spiritualiät (wobei der Begriff – leider – oft einen negativen Beiklang Richtung Religion (Kirche) oder Esoterik hat, obwohl er hier doch etwas ganz anderes meint) kann ich mir für mich selber auch schwer vorstellen. Die “richtige” Balance dazwischen zu finden ist eigentlich auch schon wieder eine Kompetenz an sich