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Grau & Schlau: Studieren Ü30

Gestern war das neue Sprachrohr, die Zeitschrift der Studierendenschaft der FernUniversität in Hagen im Briefkasten. Ich bin ja seit Anfang des Jahres in mehreren Gremien der Uni und Studierendenschaft aktiv und habe für diese Ausgabe einen ersten Artikel geschrieben – wen wundert’s: Zum Thema Studieren Ü30 🙂

 

20-05-10_1454 Midlifecrisis oder sinnvolle Alternative zu beruflicher Weiterbildung?

Sicher kennen viele (die meisten?) von Euch, Sprüche wie:

»Was Hänschen nicht lernt …«, »… studieren anfangen, in DEINEM Alter … damit kannst Du doch gar nichts mehr anfangen …«, ».. je älter man wird, desto schwerer wird es doch, etwas zu lernen, wieso tust Du Dir das denn noch an …«

und viele mehr …

Akzeptiert wird dann bestenfalls die Begründung, man könne mit einem akademischen Titel im bisherigen Beruf höher aufsteigen. Was aber, wenn der Grund für ein Studium ein ganz anderer ist?
Der Wunsch, über den Tellerrand bisheriger Perspektiven hinauszublicken und etwas Neues zu machen?
Oder nach längerer Familienzeit eben nicht mit 20 sondern erst mit 30 eine Karriere zu starten?
Bleibt dann nur noch Volkshochschule und Computerkurse?

Wenn man sich die Richtlinien vieler Bestimmungen (Bafög-Ordnungen für Masterstudiengänge, Voraussetzung für Stipendien …) ansieht, könnte man es fast meinen. Sicher, es gibt sie – die Ausnahmen und Lücken. Ich selber habe das große Glück, nach meinem Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg für mein Bachelor-Studium ein Stipendium bekommen zu haben. Für den geplanten Master und die Dissertation wird es aber wieder sehr schwierig werden.

Überlegungen dieser Art waren es auch, die mich (spät, aber nicht zu spät) dazu brachten, die Vorteile der FernUniversität Hagen und meines Stipendiums nicht nur für mich nutzen zu wollen, sondern mich aktiv in der Studierendenschaft zu engagieren. Seit Beginn dieses Jahres bin ich deshalb Mitglied bei »Grau und Schlau« und möchte mich auch auf dieser Ebene dafür engagieren, dass die Fähigkeiten, Interessen und Anregungen der »älteren« Studierenden auf möglichst viele offene Ohren treffen, erkannt und umgesetzt werden können! »Jungdynamisch« ist eine wichtige und tolle Eigenschaft – aber wie bei so vielen Dingen im Leben: Die richtige Mischung macht’s 🙂

Da ich (zumindest hier) neu bin, noch eine kurze Vorstellung: Ich studiere Vollzeit im Bachelor Bildungswissenschaft, werde im nächsten Frühjahr dann mit dem Master »Bildung und Medien eEducation« weitermachen und danach – bevor ich 50 bin – meine Dissertation schreiben. Und ich habe gar keine Zweifel daran, danach noch mindestens 20 Jahre lang nicht nur einen Beruf, sondern (dann endlich) eine Berufung zu haben!

Wir von »Grau und Schlau« freuen uns darauf, Euch möglichst aktiv zu unterstützen und vielleicht den/die Eine(n) oder Ander(e) sogar zu aktiver Mitarbeit zu motivieren?

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