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Wo bleibt das echte E-Book?

Quelle: Golem.de

Noch sind E-Books kaum mehr als Bücher, die nicht gedruckt werden. Doch einige Entwickler arbeiten am Sprung ins digitale Zeitalter: Sie wollen ein echtes E-Book und damit ein völlig neues Genre schaffen.

In Neal Stephensons Roman Diamond Age entwickelt einer der Protagonisten, John Percival Hackworth, ein interaktives Buch, die Illustrierte Fibel für die junge Dame. Das ist ein Computer, der mit komplexer künstlicher Intelligenz das Wissen und die Verhaltensregeln der Oberschicht vermittelt. Eine unerlaubte Kopie davon landet in den Händen des Straßenmädchens Nell. Es lernt damit erst Grundkenntnisse wie Lesen, Schreiben und Rechnen, später auch gesellschaftliche Umgangsformen, technisches Wissen und kritisches Denken.
Anpassungsfähige Fibel
Das Besondere an der illustrierten Fibel ist: Sie passt ihre Inhalte und Geschichten an Nell an, hilft ihr, das Leben zu meistern, und versetzt sie selbst in gefährlichen Situationen in die Lage, sich selbst zu helfen.
Diamond Age wurde im Jahr 1995 geschrieben. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von mobilen Geräten, auf denen Nutzer digitale Texte lesen können. Die meisten dieser E-Book-Reader haben ein sogenanntes E-Paper als Bildschirm. Das braucht zwar wenig Energie, ist aber dafür eingeschränkt in seiner Darstellung: Ein E-Paper kann Texte und Bilder anzeigen, allenfalls noch Animationen. Für Videos ist die Technik noch nicht schnell genug. Die meisten der E-Paper sind zudem schwarz-weiß. Zwar wurden bereits Geräte mit einem farbigen E-Paper vorgestellt, etwa von Liquavista Anfang des Jahres 2010. Die ersten Geräte werden jedoch voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr auf den Markt kommen.

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