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Sommersemester 2011: Der Master eEducation: Bildung und Medien hat begonnen

Beitrag
Admin

Sabine

09:49 29. Mai 2011

Beiträge 35

Seit April 2011 läuft nun mein Masterstudium eEducation: Bildung und Medien.

Der "Abschied" vom BiWi (Bildungswissenschaft) Studium fiel mir nicht leicht und ich habe eine ganze Weile nicht so richtig verstanden, wieso da so viel Wehmut dabei war, obwohl es doch direkt im Anschluss weitergeht und mir FernUni, Lehrgebiete und viele vertraute »Gesichter« aus dem Bachelor erhalten bleiben.

Inzwischen weiß ich es: Rückblickend habe ich in meiner ja nun doch schon einige Jährchen andauernden Vita viele Neustarts gehabt – und die waren früher immer sehr radikal :-) und damit ein oft vollständiger Abschied von den vorherigen Abschnitten. In vielen (den allermeisten) Punkten war das gut so, aber eingeprägt hat sich bei mir wohl die Assoziation: Neubeginn = Abschied vom Bisherigen. Und verabschieden von BiWi wollte und will ich mich doch gar nicht :-) . Schön beim Reflektieren ist, dass man auch Änderungen und Durchbrüche in alten Mustern erkennen kann … und an so einer Stelle stand ich im März: Nicht nur, dass ich zum ersten Mal in einem Leben ein Betätigungsfeld gefunden hatte, das mir auch nach drei Jahren immer noch nicht langweilig geworden war; nein: diesmal war der Neubeginn zum ersten Mal kein Verabschieden, sondern ein Aufbauen auf dem Vorherigen – und mit dieser Erkenntnis war das Traurigsein ziemlich überwunden und die Vorfreude da :-)

Und bevor ich im Juni anfange, mein Masterstudium detaillierter zu beschreiben und zu reflektieren, möchte ich auch hier – im neuen Lerntagebuch – auf bisherigem aufbauen. Deshalb starte ich mit dem letzten Eintrag aus meinem Bachelortagebuch:

März 2011:

Nachdem klar war, dass die Bewerbungsfrist für das Stipendium nicht verlängert wird und sich dann in der letzten Schreibphase noch herausstellte, dass es keine Ersatzkriterien geben wird und ich auch weder Notenbestätigung, noch die Bestätigung über eine Positionierung bei den besten x Prozent der Absolventen nachreichen darf, wurde es ganz schön stressig – Zeitdruck plus Erfolgsdruck; was bedeutet hat, die Bachelorarbeit nicht nur in der Hälfte der Zeit, sondern auch noch richtig, richtig gut schreiben zu müssen, war schon heftig.

Ich bin in den letzten vier bis fünf Wochen selten später als 4 Uhr morgens im Bett gestanden, hatte Sätze und Passagen im Kopf und bin einfach nur an den Schreibtisch gefallen und habe losgeschrieben . In den letzten beiden Wochen war ich dann am späten Vormittag meist schon so groggy, dass mir gar nichts mehr einfiel – ich habe dann meine Planung umgestellt, die vorsah erst fertig zu schreiben und dann einen Tag ruhen zu lassen und drei Tage für die Korrektur Zeit zu haben. Stattdessen habe ich nur noch vormittags, solange es gut lief, geschrieben und dann schon die fertigen Teile immer wieder Korrektur gelesen und Vorarbeiten wie Recherchen zum Binden lassen etc. erledigt.

Es hat dann auch auf den Tag genau geklappt, fertig zu werden, ein letztes Mal auf Papier Korrektur zu lesen und die PDF auf die Reise nach Hagen zu schicken. Nachmittags bin ich nach Garching gefahren, habe 5 Exemplare binden lassen, durfte drauf warten und habe sie abends kurz vor sechs dann auf der Post aufgegeben und ans Prüfungsamt geschickt.

Die nächsten 5 Tage hätte ich ein wenig entspannen können – statt dessen war ich nur fix und alle, gereizt, genervt und irgendwie gar nicht ich selber :-) – die Vorbereitung der Präsentation hat trotzdem schnell und gut geklappt – war wohl noch in Übung.

Am Montag ging es dann endlich auf die Reise nach Hagen und am Dienstag um 11 Uhr sollte das Kolloquium sein.

An dem Tag ging es auch richtig rund an der Uni, eine Prüfung nach der anderen. Um halb zwölf ging es dann los, ich habe Beamer und Pinnwand aufgestellt, alles hat auf Anhieb funktioniert und Dr. Jansen und Frau Bahlo haben mir die Anfangsnervosität schnell genommen. Die ersten Fragen nach der Präsentation habe ich meinem Gefühl nach nicht so souverän beantwortet, wie ich es mir erhofft hatte, aber das wurde wieder besser, so dass ich schon mit einem recht guten Gefühl zum Warten raus ging. Und dann das Traumergebnis:  Eine 1,0 !

Einen schöneren Abschluss des Studium hätte ich mir also nicht wünschen können – und trotz allem Stress und Druck waren diese 6 Wochen auch eine wahnsinnig spannende, intensive und schöne Zeit, die ich nicht missen möchte und an die ich mich ganz sicher immer gern erinnern werde!

Seltsam für mich war, dass die Freude darüber zunächst gar nicht richtig ankam – ich hab’s zwar gesagt, aber im Bauch irgendwie nicht fühlen können, das ist bis heute – 3 Tage danach – noch nicht 100 prozentig angekommen. Liegt vermutlich daran, dass ich die zwei Tage nach dem Kolloquium von morgens bis abends nur „am Rennen" von einer Stelle zur nächsten war, um die schriftliche Bestätigung der Prüfung und meiner Gesamtnote irgendwie zu bekommen (Frau Geppert war auf dem Weg in den Urlaub – hätte ich eine Stunde später angerufen, hätte es nicht mehr geklappt!). Dann hat mir Frau Professor de Witt die Statistik über alle Abschlüsse bisher besorgt und mir innerhalb von kürzester Zeit die benötigte Bestätigung schreiben lassen. Dann musste ich organisieren, dass ich sofort umgeschrieben werde in den Master, um bei der Bewerbung nachweisen zu können, dass ich im Master angenommen /eingeschrieben bin. Und gestern, später Nachmittag, hatte ich dann tatsächlich alles zusammen, ein hoffentlich gutes Motivationsschreiben verfasst und alles per Einschreiben, Rückschein, Express nach Bonn geschickt – Dienstag  ist die Bewerbungsfrist vorbei!  

Als ich von der Post in die Bildungsherberge zurück kam, traf ich in der Küche eine Kommilitonin, die auch BiWi studiert (was heißt auch .. :-/ …) … mit der habe ich dann fast 4 Stunden lang in der Küche geratscht :-) und da kam dann auf einmal die Freude so ganz langsam Richtung Bauch gekrochen:-) . Zu 100% sacken kann es wohl erst, wenn ich dann Anfang Mai den Bescheid bekomme, ob mein Stipendium verlängert wird, solange bleibt halt ein Restdruck bestehen, mit dem ich aber sicher in den nächsten Tagen besser umgehen kann, wenn sich dann wieder alles normalisiert und ich mich ein bisschen erholt habe. Momentan bin ich noch in Hagen, Sonntag fahre ich zurück und für nächste Woche habe ich mir fest vorgenommen, jeden Tag zu Joggen, wieder mal „echtes Essen" zu kochen :-)  und es mir einfach gut gehen zu lassen.

An dieser Stelle auch noch mein ausdrücklicher Dank an die FernUniversität, vor allem an Dr. Jansen und Frau Pof. de Witt, aber auch an das Studierendensekretariat, Frau Geppert und hier in der Bildungsherberge an die AStA Mitarbeiter, die mir in den letzten zwei Tagen mit Auskünften, Drucker, Kopierer, Kaffee und Brötchen das Überleben bis zum Absenden der Bewerbung enorm erleichtert haben :-) – ohne all diese Unterstützung hätte ich dieses Pensum in der kurzen Zeit niemals durchziehen können!!!! DANKE !!!!!

Damit ist das ePortfolio Bildungswissenschaft geschlossen – ich habe meinen B.A. of Arts, ich bin Bildungwissenschaftlerin!

Und als solche freue ich mich darauf, Community und Portfolio und auch eine neues Weblog, zu dem die Idee aus der Bachelorarbeit entstand, ab April im Master-Studium „Bildung und Medien – eEducation" wieder ins Leben zurückzuholen. Und ich würde mich freuen, wenn ihr auch dann mit Kommentaren, Fragen, Anregungen – einfach mit Präsenz – wieder dabei seid!

Womit wir im Heute angekommen sind – und bald geht's weiter! 



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