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Motivation pur: Wiederholung der Erfolgsbiografien – Teil IV

Quelle: lichtkunst.73  / pixelio.de

Quelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

 

Nach einer kleinen Früh-Sommer-Pause nun der nächste Teil:

 

E. weiblich: »Mein Weg zum Abitur und Fernstudium«

Ok, hab grad eh keine Lust zum Lernen, also mal für euch mein Weg zum Abitur und zum Fernstudium.

Also zuerst hab ich die Realschule der nächstgelegenen Stadt besucht, die ich dann mit dem Quali für das Gymnasium abgeschlossen habe. Ich wollte aber nicht ans Gymnasium – zum einen, weil ich kein 3er Abi machen wollte, das mich wahrscheinlich nicht weitergebracht hätte und zum anderen, weil ich mir selbst nicht zutraute zu studieren, denn eigenständiges Lernen und Auswendiglernen ist nicht meins und musste ich bis dato eigentlich auch nicht.

Also hab ich mich am Berufskolleg für Wirtschaft für die 2jährige Höhere Handelsschule angemeldet. Bei meinem Entschluss bin ich geblieben trotz einiger Anrufe vom Berufskolleg, ob ich nicht doch lieber in ihrem Institut das Wirtschaftsabitur machen möchte. Nach der HöHa wusste ich eigentlich nicht genau was ich machen wollte, da meine Interessen sehr vielfältig waren und immer noch sind.<!

Meine Berufsberaterin riet mir eine Ausbildung zur Industriekauffrau anzustreben und witziger Weise stellt mich ihr Mann dann als Auszubildende ein. Der Betrieb war relativ klein, obwohl er zu einem großen Konzern gehörte. Da die Baubranche aber sehr schwächelte, war für mich keine Zukunft in dem Betrieb absehbar und ich entschloss mich schon früh das Abitur zu machen, wobei meine Berufsschullehrer nicht unbeteiligt waren, sie versuchten gerade an ihrer Schule eine FOS 13 anzubieten. Leider wurde nichts daraus, aber ich kam schließlich in Bielefeld unter.
FOS 13 bedeutet, dass man bereits die Fachhochschulreife inne hat und dann praktisch das letzte 13. Jahr bis zum Abitur nach der Ausbildung belegt. Ich bin nach Bielefeld gezogen und habe dort dann 9 Monate lang das Abitur “nachgeholt”.

Dabei muss man beachten, dass die Fächer vorgeschrieben sind: D. h. Mathe, Englisch, Deutsch und BWL mit Rechnungswesen gehören zu den Hauptfächern, in denen man später dann die Abschluss-/Abiklausuren schreibt. Die mündliche Prüfung “drohte” nur bei einem 2 Notenunterschied – also anders wie beim normalen Abitur gibt es keine Punkte, sondern ganz normale Noten.

Ob ich es schwer fand? Nein, eigentlich nicht. Bin eher der Meinung, dass mir das Abitur fast geschenkt wurde, die Unterrichtsinhalte unterschieden sich nur gering von denen der Höheren Handelsschule und die Anforderungen waren m. E. nicht sehr hoch. Besonders in Mathe hatte ich immer das Gefühl nicht mit den “normalen” Abturienten mithalten zu können.

Nach dem erfolgreichem Abitur habe ich mich für Wirtschaftspädagogik und Mathematik auf Lehramt Sekundarstufe II in Dortmund eingeschrieben. “Leider” musste ich mich wieder exmatrikulieren, weil meine Tochter “unterwegs” war. Nach ihrer Geburt hatte ich den Entschluss gefasst auf jeden Fall noch zu studieren. Doch hier auf Land ist das nicht so einfach. Von meinem Vater hatte ich schon mehrfach von der Fernuni Hagen gehört (ist kein Akademiker, aber Arbeiter an der FH Hagen-Iserlohn). Ich hatte mcihs chon informiert welche Studiengänge 2005 angeboten wurden, aber es interessierte mich keiner sonderlich und leider konnte ich mir das Studium finanziell auch nicht leisten.

Nach der Geburt meines Sohnes hatte ich zuhause sein und “nur ” tausende Ehrenämter bedienen satt und hab erneut mich auf die Fernuni – Webseiten begeben. Las vom Studiengang Bildungswissenschaften und hab mich direkt eingeschrieben – mit der Hoffnung vielleicht doch nochmal an der Berufsschule zu landen.

Mittlerweile ändern sich meine Ziele etwas, aber ein konkretes hab ich nur vage. Noch bin ich sehr offen. Jetzt kommt mir meine Vielseitigkeit zu Gute, weil ich viele Möglichkeiten habe. Aber sie wird bestimmt bald wieder zur Last, weil ich mich entscheiden muss und vorallem nicht für, sondern GEGEN etwas. Fällt mir immer etwas schwer, ich mach halt vieles sehr gerne.

So, soll jetzt erstmal genug sein. Muss weitermachen.
Schönen Gruß
E.

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